1899 wurde die Handdruckspritze von der Firma Max Hüttel aus Schneeberg gefertigt und auch in diesem Jahr in den Dienst der Feuerwehr Zschorlau gestellt. Wenn man mal bedenkt wie bis dahin die Brandbekämpfung in den Orten aussah und womit die Feuerwehrmänner und Dorfbewohner zur recht kommen mussten war diese Handdruckspritze eine echte Erleichterung.

Die ganzen Jahre leistete sie im Ort gute Dienste und von Anfang an wurde sie von den Kameraden über die Generationen gepflegt. Deshalb ist es auch erwähnenswert das durch den persönlichen Einsatz von Paul Lein verhindert werden konnte, das die Spritze im zweiten Weltkrieg für Kriegszwecke eingeschmolzen wurde.

Nach den Kriegsjahren und mit der Weiterentwicklung der Technik wurde sie zwar irgendwann nicht mehr zum Einsatz gebraucht, doch egal wie viel Zeit verging die Spritze wurde von den Feuerwehrkameraden gepflegt und so gut es ging erhalten.

Noch heute ist sie funktionstüchtig und wird von den Kameraden sowie vielen Menschen im Ort als etwas besonderes angesehen und liebevoll „Unsere Oma“ genannt. Gerne wird sie deshalb zu historischen Wettbewerben, Festumzügen und natürlich auch für Schauvorführungen gezeigt.

Damit das auch weiterhin so bleibt setzen sich die Kameraden der Feuerwehr Zschorlau und die Mitglieder des Feuerwehrvereins Zschorlau e.V. für den Erhalt der wertvollen Technik aber auch dem Zubehör wie Helme und Uniformen ein, denn dieser Teil aus der Geschichte unserer Feuerwehr darf nicht verloren gehen.